Meine Werte - deine Werte

Viele Menschen reagieren „allergisch“ darauf bewertet zu werden – genau wie vielleicht Sie. Bewertung schließt Feedback nicht aus. Jedoch Beurteilungen, die auf der Basis "das ist gut und das ist schlecht" verläuft.  

 

Wenn es doch passiert, gehen wir automatisch in eine Verteidigungshaltung – implizit oder ganz deutlich. Das kann sich so zeigen, dass wir den Kontakt abbrechen, einfach schweigen oder gehen, oder in lautstarke Vorwürfe übergehen.

 

Bewertungen können verschiedene Verkleidungen haben: „So kann man das doch gar nicht sagen.“ „Das hättest du doch schneller erledigen können." 

Dagegen ist Wertschätzung ein Verzicht auf Aussagen die herabsetzen, abwerten, bagatellisieren. Denn Bewertungen schaffen eine Barriere, ein Hindernis. Doch wenn Sie Vertrauen aufbauen wollen, Nähe schaffen, dem anderen vermitteln wollen: Ich bin für Sie da, wenn Sie wollen, dass diese Botschaft ankommt, machen Sie einfach Folgendes:

 

Zuhören und Fragen stellen. Ohne eigene Bewertungen einfließen zu lassen. Vielleicht auch zunächst "nur" darauf zu achten wann Sie was bewerten. 

 

Denn Wertschätzung als Haltung integriert „wirkt“ nur dann, wenn die Botschaft vermittelt werden kann: 

  • „Ich achte Sie als Person“.
  • „Ich bin ehrlich an Ihnen interessiert“.

Doch wir bewerten häufig - auch unwillkürlich. Fast können wir nicht anders.

 

Denn unsere individuellen Werte sind unsere Orientierung.

 

Für das was wir als richtig/falsch, gut/schlecht, angenehm/unangenehm, …, empfinden. Die daraus, in der Biografie entstandenen Regeln und Normen, sind mit tiefgreifenden Emotionen verbunden, mit Vorstellungen und Gedanken darüber, wie „man sich zu verhalten“ hat.

 

Und jede Person hat ihre guten Gründe, warum sie so fühlt, denkt, handelt. Doch wollen Sie Vertrauen aufbauen, dann bewerten Sie die Werte des anderen nicht auf der Grundlage Ihrer eigenen Bewertungen. 

 

Und: Verstehen heißt nicht Gutheißen.

 

Meinungen und Handlungen eines Anderen nicht zu bewerten heißt nicht, dass Sie diese gut finden müssen – auch das wäre bewertet und dann – noch hinderlicher - aus einem „muss“ heraus.

Es ist nur für den Moment wichtiger, die Bedürfnisse, Wünsche, Ziele des anderen zu verstehen, als die eigenen als Maßstab anzusetzen.

 

Das wäre ein Schritt zu wertschätzendem Handeln im Gespräch.


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