Wie wir zu unseren Stärken finden können

"Was sind Ihre Stärken und Schwächen?" ist eine der meist verwendeten Fragen in  Vorstellungsgesprächen; und eine der unbeliebtesten. Daher geben auch zahlreiche Bewerbungsratgeber Tipps, wie man seine vermeintlichen Stärken findet und darstellt. 

 

Wegen seiner Stärken wird jemand eingestellt.

 

Im Mitarbeitergespräch wird er dann auf seine Schwächen hingewiesen - die er beheben soll. Die Stärken werden oft als selbstverständlich hingenommen. 

 

Ähnlich ist es in vielen anderen Gesprächen. Das „Fehlergucken“ schleift sich schnell ein. Daher: Seine Stärken zu kennen stärkt und macht von Urteilen anderer unabhängiger. Einen Gewichtheber wird man nicht kritisieren, weil er nicht schnell genug laufen kann. Dem introvertierten Programmierer schlägt man aber vor, seine Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.

 

Und wohlmöglich alles unter dem „Anreiz“ der Ressourcennutzung.


Am besten ist es also, Sie kennen selbst Ihre Stärken.   

 

Also: Kennen Sie sich? - Wie gut? Wie kommt man dazu seine Stärken zu kennen? Und was macht sicher, dass es „die“ sind – was unsicher?

 

Wann lassen Sie ein Feedback über Leistungen oder Verhaltensweisen gelten? Wann verwerfen Sie die Anmerkung?

 

Die Findung der eigenen Stärken ist ein Wechselspiel zwischen inneren und äußeren Impulsen. Die äußeren Impulse können durch kleinere oder größere Tests gegeben werden (meist ahnt man das Ergebnis), durch Feedbacks zur Person und zur Sache, oder durch neue Aufgaben, an denen man sich austesten kann. Die, eigenen, die inneren Impulse sind jedoch die, die die äußeren „geraderücken“: „Da bin ich mit einverstanden - das sehe ich anders“. Diese ordnen die Aussagen in unser eigenes kleines Weltsystem ein; entscheiden darüber, was "richtig" ist.

 

Das ist ein Hinweis auf unseren „inneren Bezugsrahmen“ - unsere eigene, innere Bewertungsabteilung, die auch die Aufgabe der Qualitätssicherung hat.

 

Und mit dieser können wir in die Teambesprechung gehen. Abklären, was wir, warum und in welcher Form annehmen können und was nicht.

 

Das Ergebnis kommt nicht so schnell und einfach wie nach einem Test – ist aber umso authentischer.

Und damit hilft es, auch in schwierigen Situationen, sich - bzw. seinem - Selbst-Bewusst, auftreten zu können. 

Manchmal hilft auch das Erinnern an besondere Situationen, die durch eigene Anstrengung gelöst worden sind.

 

Wann besprechen Sie sich mit sich wieder?

 


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