„Denken Sie bei diesem Anblick an Zecken?“ Neulich las ich in einer Apothekenzeitschrift diese Überschrift. Und abgebildet war ein idyllisches Bild von einer Familie mit spielenden Kindern. Die innerliche Ruhe änderte sich in ein nagendes Unbehagen. Zecken? Ohje. Vielleicht ja auch auf meiner Wiese…? Sollte ich lieber was gegen Zecken kaufen…? Und deutlich häufiger als sonst, wenn ich durchs Gras gehe, denke ich nun an Zecken.
Es hat sich was verändert. Erst unmerklich, doch dann immer deutlicher spürbar. Jetzt fühlt es sich nichtmehr gut und richtig an. Es drängt sich immer mehr ein „unstimmiges Gefühl“ in den Vordergrund – es lässt sich nichtmehr verleugnen: eigentlich müsste ich mich trennen. Vom Unternehmen, vom Partner, von einer Freundin und manchmal auch nur von der nicht mehr passenden Wohnung.

Ist es Ihnen schon mal aufgefallen? Seit einiger Zeit gibt es im Internet überall Helden: Lieferhelden, Bannerhelden, Hurrahelden, Mensahelden, Onlinehelden,… und bestimmt noch einige mehr. Bekommen durch den auffallend häufig verwendeten Namensteil Helden nicht etwas Inflationäres? Denn – folgt man dem Wortstamm – sollten Helden doch etwas erobert oder überwunden haben, eine besondere, „außeralltägliche Leistung“ vollbracht haben.
Einen „Rat geben“ gehört für viele Menschen zur alltäglichen Kommunikation – und wird doch manchmal als frustrierend erlebt. Z.B. dann, wenn der „gute Rat“ nicht angenommen wurde. Denn es scheint trivial: Einem Menschen der ein Problem hat wird unterstellt, dass er einen Rat sucht – was allerdings nicht unbedingt voraussetzt, dass die Person explizit um Rat gefragt hat. Jemand kann zwar ein Problem haben, aber keinen Rat wollen; hingegen einen „Rat wollen“ voraussetzt, dass...

"Unser Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt; man fühlt es auf tausenderlei Weise" - Blaise Pascal (1623-1662), von dem dieses Zitat stammt, war ein franz. Mathematiker, Physiker und Philosoph. Und schon immer haben auch Naturwissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen die Macht der Gefühle anerkannt. Heute formuliert die Erkenntnis Pascals, z.B. der Biologe und Hirnwissenschaftler Gerhard Roth modern: „Wie auch immer das Resultat rationalen Abwägens lauten mag, (…) es...
Herr Meier versteht sich selbst nicht mehr. Er hat einen guten, sicheren Arbeitsplatz in einem kollegialen Team, einer förderlichen Unternehmensstruktur und die Rückmeldungen die ihm sein Vorgesetzter mündlich und schriftlich erteilt, sind sehr gut. Er selbst sieht sich als ehrgeizigen Mitarbeiter, besonders in seinem Fachgebiet. Rückblickend sieht er diesen Charakterzug als Grund dafür, dass er einen Fehler gemacht hat, der ihm Tage später noch sehr peinlich ist:

Die „Digitalisierung 4.0“ bringt neue Herausforderungen und unsere Umgebung ändert sich dadurch schneller denn je. Dabei besteht die Gefahr, sich in der immer kürzeren Taktung aus dem eigenen Takt zu bringen, sich dabei selbst aus den Augen zu verlieren – oder: aus dem Gefühl. Gerade in unruhigen Zeiten kann uns jedoch der Blick nach innen, auf unsere Emotionen, eine tiefgehende Ruhe bringen. Ausgelöst durch ein erweitertes Verständnis für uns und unser Handeln. Auf diese Weise kann...
Woran wollen wir uns orientieren bei dem, was wir denken, sagen, tun? An dem was wir vorfinden, weil es sich in dieser Weise bisher „einfach so“ so entwickelt hat, oder an dem, wie es „sein müsste“, damit wir das, was uns als Mensch ausmacht, wir bewahren und weiterentwickeln können? Gerald Hüther* fasst die Antwort so zusammen: „Und unabhängig davon, ob wir dieses Wissen durch eigene Überlegung oder durch die Übernahme von anderen gewonnen haben, hat das, was wir erkannt haben,...

„Haben Sie schon gehört, dass….?“ „Wir haben ja alles getan, aber die verstehen ja nicht, worum es wirklich geht!" „Kein Wunder, dass das passiert ist – die sehen einfach nicht richtig hin….“ Die Beispiele ließen sich fortsetzen: Variationen, mit der impliziten Aussage einer gefühlten Ungerechtigkeit oder einer ungesehenen Überlegenheit. In einer neuen Gemeinschaft kann diese Gesprächsvariation eine anfängliche Möglichkeit sein, mit einem Menschen ins Gespräch zu kommen:...
In seiner letzten Rede als Bundespräsident, am 18.01.2017, sprach Joachim Gauck auch davon, dass das was zähle nicht die Herkunft sei, „sondern die Haltung“. Seither wird auch in der Politik vermehrt darüber geredet, wie wichtig es sei, eine Haltung zu haben. Und am besten „die Richtige“. Doch: Was ist Haltung? Schaut man auf die körperliche Perspektive ist es einfach: eine Haltung zu haben lässt sich hier leichter in gut oder schlecht einteilen. Gut für die Gesundheit/ den...

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